I was sooo pissed off yesterday. I read the latest Zeit Campus (it's the "student issue" of the big German weekly newspaper Die ZEIT) and I got really fucking angry. They had a special about engineer studies and EVERY SINGLE WORD in this fucking article hinted made it blatantly obvious that only men studied engineering. There was even an annoying little test to see whether "you could be a tinkerer, too" and all questions were aimed at men. Fucking annoying, and I didn't finish reading the article.
A few pages after that there was a large story about universities with either many female or many male students. Well, the female writer used every damn prejudice there is: the woman at a "men's university" pointed out she couldn't wear mini skirts without garnering attention and the man at the "women's university" used the German -Innen-suffix to indicate he was talking about both sexes "so naturally". And, as if that wasn't enough, the writer informed us that is was "Feministinnensprache" (feministic language? but with a strength on female feministic!)
Well, as if all that wouldn't have had me annoyed they added another story, this time written by a man (the other stuff was all done by women!), and he did a nice lil story about a female student having a part-time job as a prostitute!
So, this is what we are reduced to. We all want to wear mini-skirts, are not interested in anything to do with technology and the like and would love to try out prostitution.
I was so disgusted that I wrote my first letter to the editor. If you want to take a look,
An das Redaktionsteam der ZEIT Campus,
beim Lesen der November/Dezember Ausgabe der ZEIT Campus 2008 ist mir leider
ziemlich schlecht geworden.
Ihr macht ein Spezial über Berufsbilder: Ingenieure. Und das vielleicht auch gut
und interessant. Aber leider scheint noch nicht bei der schreibenden Zunft
angekommen zu sein, dass es auch Ingeneurinnen geben soll. Der kleine, niedlich
Test von Frau Marike Frick ob denn im Leser ein Ingenieur stecke zielt mit
seinen seltsamen Antwortmöglichkeiten nur auf Männer ab, und das auch noch
ziemlich sexistisch. Selbst wenn man den aus Jux und Dollerei als Frau
mitmacht, hat man schon nach der dritten Frage keine Lust mehr auf die
Beantwortung, denn anscheinend sind alle Ingenieure Männer. Sonst wacht man
nicht mit einer Dame im Bett auf, die man dann noch fragen muss, ob sie schon
18 sei. Vielleicht unterstellt ihr aber auch allen Studentinnen der
Ingenieurwissenschaften, dass sie Lesben sind, die keinen Wert auf eine
weibliche Anrede legen?
Einige Seiten danach berichtet ihr über "Frauen- und Männerunis". Das
herausgestellte Zitat der Frau an der Männeruni ist nur ein Bedauern, dass sie
keinen Minirock anziehen kann, ohne angeglotzt zu werden. Das ist an einer Uni
mit einem Frauenanteil von nur 28% wohl das einzige Problem, dass sich die
Autorin vorstellen konnte.
Und der Mann vom AStA an der von Frauen dominierten Uni sagt selbstverständlich
die Innen-Form mit. Er benutzt die "Feministinnensprache" (das ist wirklich
eine Frechheit!), wie fast schon erschreckt festgestellt wird. Ach, und das
fällt ihm gar nicht auf. Und dann wird wieder nur darauf herum geritten, dass
er die Aussicht auf die freizügiger angezogenen Frauen genießt. Sehr
"genderkompetent" (Zitat von einem Hochschulprofessor, eigentlich zu anderen
Fragen, aber es passt ganz wunderbar zu dieser Ausgabe!).
Und einige Seiten weiter wird einer Frau ein ganzer Artikel gewidmet. Immerhin
ganze 2 Seiten Text. Toll! Was darf sie sein? Prostituierte.
Aber die Männer bekommen ganze 15 Seiten zum Berufsbild Ingenieur, worunter sich
immerhin eine Frau befindet. Das muss wohl reichen.
Männer werden also Ingenieure, und Frauen, die "etwas Ambitioniertes mit Kunst"
studieren, können sich dann in einem Nebenberuf mal über "die großen
Geheimnissen, zu denen man sonst als Frau keinen Zugang hat" informieren.
Vielleicht solltet ihr euch lieber einem Trend anpassen, der zumindest zum WS
2007/2008 gezeigt hat, dass sich im Vergleich zum Vorjahr immerhin 13% mehr
Frauen für die Ingenieurwissenschaften engeschrieben haben (Quelle:
Statistisches Bundesamt). Aber diese potenziellen Leser interessieren euch
vielleicht nicht.
Ich wage es kaum zu hoffen, aber wenn schon nicht die ZEIT den Schritt zur
Innen-Form geht, wäre doch die ZEIT Campus dafür längst überfällig.
In Hoffnung auf Veränderung und ein Umdenken unter den hauptsächlich weiblichen
Autorinnen dieser Artikel und aller anderen Mitarbeiter der ZEIT Campus,
and yeah, I didn't add: no love, me, but that was the feeling!
There is still a lot of work to be done, girls, and boys, too! Let's not forget that and feel to comfy in our semi-equality version of modern life. (Still earning less money, still staying home to take care of the children, all the same, only with more exceptions to the rule!)
A few pages after that there was a large story about universities with either many female or many male students. Well, the female writer used every damn prejudice there is: the woman at a "men's university" pointed out she couldn't wear mini skirts without garnering attention and the man at the "women's university" used the German -Innen-suffix to indicate he was talking about both sexes "so naturally". And, as if that wasn't enough, the writer informed us that is was "Feministinnensprache" (feministic language? but with a strength on female feministic!)
Well, as if all that wouldn't have had me annoyed they added another story, this time written by a man (the other stuff was all done by women!), and he did a nice lil story about a female student having a part-time job as a prostitute!
So, this is what we are reduced to. We all want to wear mini-skirts, are not interested in anything to do with technology and the like and would love to try out prostitution.
I was so disgusted that I wrote my first letter to the editor. If you want to take a look,
An das Redaktionsteam der ZEIT Campus,
beim Lesen der November/Dezember Ausgabe der ZEIT Campus 2008 ist mir leider
ziemlich schlecht geworden.
Ihr macht ein Spezial über Berufsbilder: Ingenieure. Und das vielleicht auch gut
und interessant. Aber leider scheint noch nicht bei der schreibenden Zunft
angekommen zu sein, dass es auch Ingeneurinnen geben soll. Der kleine, niedlich
Test von Frau Marike Frick ob denn im Leser ein Ingenieur stecke zielt mit
seinen seltsamen Antwortmöglichkeiten nur auf Männer ab, und das auch noch
ziemlich sexistisch. Selbst wenn man den aus Jux und Dollerei als Frau
mitmacht, hat man schon nach der dritten Frage keine Lust mehr auf die
Beantwortung, denn anscheinend sind alle Ingenieure Männer. Sonst wacht man
nicht mit einer Dame im Bett auf, die man dann noch fragen muss, ob sie schon
18 sei. Vielleicht unterstellt ihr aber auch allen Studentinnen der
Ingenieurwissenschaften, dass sie Lesben sind, die keinen Wert auf eine
weibliche Anrede legen?
Einige Seiten danach berichtet ihr über "Frauen- und Männerunis". Das
herausgestellte Zitat der Frau an der Männeruni ist nur ein Bedauern, dass sie
keinen Minirock anziehen kann, ohne angeglotzt zu werden. Das ist an einer Uni
mit einem Frauenanteil von nur 28% wohl das einzige Problem, dass sich die
Autorin vorstellen konnte.
Und der Mann vom AStA an der von Frauen dominierten Uni sagt selbstverständlich
die Innen-Form mit. Er benutzt die "Feministinnensprache" (das ist wirklich
eine Frechheit!), wie fast schon erschreckt festgestellt wird. Ach, und das
fällt ihm gar nicht auf. Und dann wird wieder nur darauf herum geritten, dass
er die Aussicht auf die freizügiger angezogenen Frauen genießt. Sehr
"genderkompetent" (Zitat von einem Hochschulprofessor, eigentlich zu anderen
Fragen, aber es passt ganz wunderbar zu dieser Ausgabe!).
Und einige Seiten weiter wird einer Frau ein ganzer Artikel gewidmet. Immerhin
ganze 2 Seiten Text. Toll! Was darf sie sein? Prostituierte.
Aber die Männer bekommen ganze 15 Seiten zum Berufsbild Ingenieur, worunter sich
immerhin eine Frau befindet. Das muss wohl reichen.
Männer werden also Ingenieure, und Frauen, die "etwas Ambitioniertes mit Kunst"
studieren, können sich dann in einem Nebenberuf mal über "die großen
Geheimnissen, zu denen man sonst als Frau keinen Zugang hat" informieren.
Vielleicht solltet ihr euch lieber einem Trend anpassen, der zumindest zum WS
2007/2008 gezeigt hat, dass sich im Vergleich zum Vorjahr immerhin 13% mehr
Frauen für die Ingenieurwissenschaften engeschrieben haben (Quelle:
Statistisches Bundesamt). Aber diese potenziellen Leser interessieren euch
vielleicht nicht.
Ich wage es kaum zu hoffen, aber wenn schon nicht die ZEIT den Schritt zur
Innen-Form geht, wäre doch die ZEIT Campus dafür längst überfällig.
In Hoffnung auf Veränderung und ein Umdenken unter den hauptsächlich weiblichen
Autorinnen dieser Artikel und aller anderen Mitarbeiter der ZEIT Campus,
and yeah, I didn't add: no love, me, but that was the feeling!
There is still a lot of work to be done, girls, and boys, too! Let's not forget that and feel to comfy in our semi-equality version of modern life. (Still earning less money, still staying home to take care of the children, all the same, only with more exceptions to the rule!)